Nazi-Gewalttaten nehmen in Brandenburg rasant zu

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Die Zahl politisch motivierter Straftaten ist in Brandenburg 2016 erneut deutlich gestiegen: Mit 2163 Fällen habe es im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 eine Zunahme von knapp zehn Prozent gegeben, berichtete Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwoch in Potsdam.

Eine Steigerung der Straftaten gab es sowohl in der rechts- als auch in der linksextremen Szene sowie bei Ausländern, betonte Schröter. Allerdings wurden 1664 Taten von rechtsgerichteten Tätern begangen. „Der Schwerpunkt liegt somit unverändert und mit Abstand im Bereich der politisch rechts motivierten Kriminalität“, erklärte der Minister.

Als besonders besorgniserregend bezeichnete Schröter die Tatsache, dass mit 260 Gewalttaten ein Höchststand in der seit 2001 geführten Statistik verzeichnet wurde. Dabei handelt es sich etwa um Körperverletzungen, versuchten Totschlag, Brandstiftungen oder Raub. „Es ist eine zunehmende Bereitschaft festzustellen, politische Auseinandersetzungen auch mit Gewalt auszutragen – von Links und Rechts“, klagte Schröter. 167 Gewalttaten wurden der rechten Szene zugerechnet, im Vorjahr waren es 129. Von diesen rechten Gewalttaten waren 136 fremdenfeindlich motiviert. Im linksextremen Spektrum stieg die Zahl der gewalttätigen Übergriffe von 48 auf 53 Fälle.

Auch Flüchtlinge wurden deutlich häufiger Opfer von rechten Angriffen. Die Polizei registrierte 264 solcher Straftaten, mehr als drei Mal so viele wie im Jahr 2015, als 83 Fälle gezählt wurden. Die Zahl der Gewaltdelikte stieg um mehr als das Doppelte von 44 auf 98. … auf Berliner Kurier (berliner-kurier.de) weiterlesen

 
Quelle: Berliner Kurier (berliner-kurier.de) © 2017
 



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