Jeweils vier Jahre Haft für Brandanschlag auf Flüchtlingsheim

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Im Prozess wegen eines Brandanschlags auf ein Flüchtlingsheim in Porta Westfalica hat das Landgericht Bielefeld am Donnerstag (23.03.2017) drei Männer zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt.

Ein Frau erhielt wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten. Das Schwurgericht wertete den Angriff der Gruppe als gemeinschaftliche schwere Brandstiftung. Es folgte damit nicht der Bewertung der Staatsanwaltschaft, die die Tat als versuchten Mord eingestuft hatte.
Die Richter hatten Zweifel, dass Menschen getötet werden sollten. Das Gericht ging im Strafmaß aber zum Teil über die Forderungen der Staatsanwaltschaft hinaus. Sowohl Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft ließen offen, ob sie das Urteil annehmen oder weitere Schritte unternehmen.

Zwei der Angeklagten hatten im September 2015 zwei Molotow-Cocktails auf das Gebäude geworfen. Die Frau hatte die Männer zum Tatort gefahren. Einer der Brandsätze blieb an einem Zaun hängen, der andere setzte die Fassade in Brand.
Die Gruppe hatte die Tat in weiten Teilen eingeräumt. Die Angeklagten im Alter von 29 bis 33 Jahren hatten sich in ihren Schlussworten bei zwei Bewohnern und Nebenklägern entschuldigt. Als Motiv gaben sie Wut auf Flüchtlinge an. … auf Westdeutscher Rundfunk (wdr.de) weiterlesen

 
Quelle: Westdeutscher Rundfunk (wdr.de) © 2017
 



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Eine Antwort

  1. Richtig so.

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