AfD-Vize Albrecht Glaser: Keine Religionsfreiheit für den Islam?

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AfD-Vize Albrecht Glaser hat in einer Rede gefordert, dem Islam das Grundrecht auf Religionsfreiheit zu entziehen. Damit stellt er sich nicht nur gegen das Grundgesetz – sondern auch gegen sein eigenes Parteiprogramm.

Der stellvertretende Bundessprecher und Vorsitzende der AfD-Programmkommission, Albrecht Glaser, will dem Islam das Grundrecht auf Religionsfreiheit entziehen. Damit weicht der Kandidat der Partei für das Bundespräsidentenamt vom bisherigen AfD-Programm scharf ab. Er sagte am Dienstag in einer zweistündigen Rede während einer AfD-Parteiveranstaltung in Oestrich-Winkel: “Der Islam ist eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und diese nicht respektiert. Und da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muss man das Grundrecht entziehen.” Von der Rede existiert ein Video-Mitschnitt. … auf tagesschau (tagesschau.de) weiterlesen

 
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3 Antworten

  1. Karl Rinast
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    Mein Gott, wie bescheuert muss man dafür sein. “Dem Islam” kann man keine Religionfreiheit entziehen, genausowenig jeder anderen Religion, weil das Recht auf Religionsfreiheit keines ist, das einer Religion zugestanden wird sondern den Menschen, die sich dazu bekennen. Wenn man es denen entziehen will, muss man es aber zwangsläufig allen Bürgern entziehen, den jeder Mensch kann sich frei entscheiden, wozu er sich bekennen oder aber nicht bekennen will. Der hat nicht eine Sekunde nachgedacht, wie das praktisch gehen soll, die Verfassung kennt er offenbar sowieso nicht, was aber bei den Anhängern dieser Partei eher die Regel als die Ausnahme darstellt.
    Das dies auch bei Führungspersonen dieses Saftladens so ist, muss trotzdem mehr als bedenklich stimmen.
    Die Religionsfreiheit Art. 4 GG gründet sich im übrigen auf die Menschenrechte Art. 1 GG und dieser Artikel hat “Ewigkeitscharakter” kann also nicht geändert werden. Insofern Herr Glaser: Fail auf der ganzen Linie.

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